Am 25.4. wurde das von der Firma BAB für 150.000€ erstellte Gutachten vor einem ausgewählten Personenkreis präsentiert. Anwesend waren Vertreter der Stadtratsfraktionen, der Personalräte und der Gewerkschaft ver.di. Bereits zwei Wochen vorher hatten die Personalräte und Mitglieder des Betriebsausschusses Krankenhäuser jeweils vertraulich ein Exemplar erhalten. Doch bis jetzt wird mit dem Dokument umgegangen, als ob es gefährlich wäre, wenn normale Beschäftigte im Krankenhaus oder Bürgerinnen und Bürger volle Einsicht erhielten.

Wir sagen: das Gutachten ist mit 150.000 € Steuergeldern von den DresdnerInnen bezahlt und soll bitteschön auch öffentlich einsehbar sein.
Der Bürgerentscheid hat bewiesen, dass die DresdnerInnen die Krankenhäuser als ihre Einrichtungen ansehen und sie weiterhin in öffentlicher Hand wissen wollen. Dazu gehört auch, dass sie Bescheid wissen dürfen, wo demnächst gespart werden soll.

Wir wollen wissen, wie z.B. die CDU ihren Antrag an den Stadtrat begründet, wenn sie drastische Einsparungen bei Personalstellen und Bezahlung fordert.

Wir wollen wissen, welche konkreten Vorschläge zur Sanierung der Häuser vom Institut BAB gemacht werden, welches eigentlich als gewerkschaftsnahes Institut gilt, das durchaus auch ver.di-Tagungen moderiert und Personalratsschulungen durchführt.

Wir sagen: wir haben nicht für den Erhalt der Eigenbetriebe gekämpft, wenn dort jetzt die gleichen Einsparungen auf Kosten von Patientinnen und Patienten durchgeführt werden, wie sie auch für die GmbH geplant waren.

Wir werden uns auch weiterhin gegen jede Form von Outsourcing, Tarifflucht,Stellenabbau und Leistungseinschränkungen einsetzen.

Wenn uns das Gutachten vorliegt, werden wir hier selbstverständlich eine kritische Analyse veröffentlichen.


http://www.jungewelt.de/2012/01-31/035.php?sstr=dresden

Sieg!!!

Posted: Januar 30, 2012 in Uncategorized

84,2 % = 134.521  JA-Stimmen!

(Helma Orosz hatte zur OB-Wahl nur 89.805 Stimmen…)

FDP, CDU und Grüne nur 15,8 %!

Danke an alle Unterstützerinnen und Unterstützer, an alle Wählerinnen und Wähler.
Wir alle haben das gemeinsam geschafft. Wir alle waren super!

Dieses Ergebnis wird bundesweite Ausstrahlung haben gegen die herrschende Politik, die sich immer weiter aus der Verantwortung für die öffentliche Daseinsvorsorge zurückzieht und aus allem Gewinne ziehen will.

Unser Beispiel wird vielen anderen Beschäftigten in Krankenhäusern Mut machen, sich für ihre Interessen und die der Patientinnen und Patienten einzusetzen.

In diesem Sinne: Auf weitere Erfolge für uns im Jahr 2012.

Und übrigens: Nazis stoppen am 13. und 18. Februar! http://dresden-nazifrei.com


Zeitgleich mit unserem Kampf um den Erhalt der Eigenbetriebe zeigen uns die Elblandkliniken überdeutlich, welche Auswirkungen privatrechtlich geführte Kliniken für die Beschäftigten und das Versorgungsangebot für die Patienten haben.

Obwohl 2006 mit einem Bürgerentscheid der anteilsmäßige Verkauf (materielle Privatisierung) verhindert werden konnte, agierte das Unternehmen trotzdem unter rein gewinnorientierten Gesichtspunkten:

  • So wurden die Kliniken 2008 zu einem großen Klinikum fusioniert.
  • Der Klinikverbund trat aus dem Kommunalen Arbeitgeberverband aus, so dass seitdem nur noch für ver.di-Mitglieder die Nachwirkung ihres Tarifes gilt – mittlerweile ist die Bezahlung bei 15% unter dem TVöD-Niveau. Deshalb liegt natürlich auch das bisher bekannt gewordene Verhandlungsergebnis von 5,3% noch weit unter dem Tarif des öffentlichen Dienstes.
  • Allein von 2008 bis 2010 wurden im Pflegebereich 62 Stellen abgebaut (Reduktion von 843 auf 781 Stellen – Daten entnommen aus den Qualitätsberichten von 2008 und dem Jahresbericht 2010).
  • Im Jahresbericht 2010 rühmt sich die Geschäftsleitung, dass sie innerhalb von zwei Jahren die Personalkosten von 66% auf 61% senken konnte. “Der Anteil der Personalkosten für den sonstigen Dienst reduziert sich von Jahr zu
    Jahr durch Auslagerung in andere Gesellschaften.” (Jahresbericht 2010)
  • In der neu gegründeten Servicegesellschaft (ebenfalls durch Fusion entstanden) sind jetzt noch einmal ca. 70 Arbeitsplätze in Gefahr, die ersten Kündigungen wurden schon ausgesprochen – das alles ohne Sozialtarifvertrag. Ver.di fordert die intensive Prüfung, ob die MitarbeiterInnen nicht in andere Bereiche übernommen werden können, sie fordert die Einrichtung einer Transfergesellschaft und für alle anderen Kündigungsfälle eine Abfindung von einem Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Der Arbeitgeber bot bisher nur 0,5 Monatsgehälter für max. 5 Jahre an (also max. 2,5 Monatsgehälter abzüglich Steuern etc.)

Der Kreistag hat auf diese Entwicklungen kaum Einfluss. Da der Aufsichtsrat unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagt und strenge Verschwiegenheitspflicht herrscht, wissen oft nicht einmal die Parteien, wie sich ihre entsandten Aufsichtsratsmitglieder in Abstimmungen verhalten.

Das alles sind die besten Beispiele dafür, wohin eine GmbH uns führen kann. Diese Entwicklungen gilt es zu verhindern.

Wir bekunden unsere uneingeschränkte Solidarität zu den Beschäftigten der Elblandkliniken und rufen alle Dresdnerinnen und Dresdner noch einmal auf, am Sonntag mit JA zu stimmen, für den Erhalt der Eigenbetriebe.

Dorit Wallenburger


Steve hat recherchiert und mit Personal- und Betriebsräten gesprochen.

Hier seine Ergebnisse:  Hannover gGmbH


Hier ein schöner Artikel in der Jungen Welt von Steve:

http://www.jungewelt.de/2012/01-23/039.php

Hier muss man aber JA sagen…

Posted: Januar 22, 2012 in Uncategorized

Seit ein paar Tagen hängt die Junge Liberale Aktion die nebenstehenden Plakate. Auf ihrer Internetseite bezeichnen sie Linke und SPD als “Kleine Kinder”, die mit “vollen Händen in die Steuerkeksdose greifen” würden. Dem Betrachter wird suggeriert, die Krankenhäuser würden sich ungehemmt aus dem Stadthaushalt bedienen, obwohl sie eigentlich eine Diät nötig hätten. Wissen die Jungen Liberalen nicht oder wollen sie nicht wissen, dass Den Rest des Beitrags lesen »