Elblandkliniken – GmbH heißt Kahlschlag

Veröffentlicht: Januar 26, 2012 in Uncategorized

Zeitgleich mit unserem Kampf um den Erhalt der Eigenbetriebe zeigen uns die Elblandkliniken überdeutlich, welche Auswirkungen privatrechtlich geführte Kliniken für die Beschäftigten und das Versorgungsangebot für die Patienten haben.

Obwohl 2006 mit einem Bürgerentscheid der anteilsmäßige Verkauf (materielle Privatisierung) verhindert werden konnte, agierte das Unternehmen trotzdem unter rein gewinnorientierten Gesichtspunkten:

  • So wurden die Kliniken 2008 zu einem großen Klinikum fusioniert.
  • Der Klinikverbund trat aus dem Kommunalen Arbeitgeberverband aus, so dass seitdem nur noch für ver.di-Mitglieder die Nachwirkung ihres Tarifes gilt – mittlerweile ist die Bezahlung bei 15% unter dem TVöD-Niveau. Deshalb liegt natürlich auch das bisher bekannt gewordene Verhandlungsergebnis von 5,3% noch weit unter dem Tarif des öffentlichen Dienstes.
  • Allein von 2008 bis 2010 wurden im Pflegebereich 62 Stellen abgebaut (Reduktion von 843 auf 781 Stellen – Daten entnommen aus den Qualitätsberichten von 2008 und dem Jahresbericht 2010).
  • Im Jahresbericht 2010 rühmt sich die Geschäftsleitung, dass sie innerhalb von zwei Jahren die Personalkosten von 66% auf 61% senken konnte. „Der Anteil der Personalkosten für den sonstigen Dienst reduziert sich von Jahr zu
    Jahr durch Auslagerung in andere Gesellschaften.“ (Jahresbericht 2010)
  • In der neu gegründeten Servicegesellschaft (ebenfalls durch Fusion entstanden) sind jetzt noch einmal ca. 70 Arbeitsplätze in Gefahr, die ersten Kündigungen wurden schon ausgesprochen – das alles ohne Sozialtarifvertrag. Ver.di fordert die intensive Prüfung, ob die MitarbeiterInnen nicht in andere Bereiche übernommen werden können, sie fordert die Einrichtung einer Transfergesellschaft und für alle anderen Kündigungsfälle eine Abfindung von einem Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Der Arbeitgeber bot bisher nur 0,5 Monatsgehälter für max. 5 Jahre an (also max. 2,5 Monatsgehälter abzüglich Steuern etc.)

Der Kreistag hat auf diese Entwicklungen kaum Einfluss. Da der Aufsichtsrat unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagt und strenge Verschwiegenheitspflicht herrscht, wissen oft nicht einmal die Parteien, wie sich ihre entsandten Aufsichtsratsmitglieder in Abstimmungen verhalten.

Das alles sind die besten Beispiele dafür, wohin eine GmbH uns führen kann. Diese Entwicklungen gilt es zu verhindern.

Wir bekunden unsere uneingeschränkte Solidarität zu den Beschäftigten der Elblandkliniken und rufen alle Dresdnerinnen und Dresdner noch einmal auf, am Sonntag mit JA zu stimmen, für den Erhalt der Eigenbetriebe.

Dorit Wallenburger

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Steve hat recherchiert und mit Personal- und Betriebsräten gesprochen.

Hier seine Ergebnisse:  Hannover gGmbH


Hier ein schöner Artikel in der Jungen Welt von Steve:

http://www.jungewelt.de/2012/01-23/039.php

Hier muss man aber JA sagen…

Veröffentlicht: Januar 22, 2012 in Uncategorized

Seit ein paar Tagen hängt die Junge Liberale Aktion die nebenstehenden Plakate. Auf ihrer Internetseite bezeichnen sie Linke und SPD als „Kleine Kinder“, die mit „vollen Händen in die Steuerkeksdose greifen“ würden. Dem Betrachter wird suggeriert, die Krankenhäuser würden sich ungehemmt aus dem Stadthaushalt bedienen, obwohl sie eigentlich eine Diät nötig hätten. Wissen die Jungen Liberalen nicht oder wollen sie nicht wissen, dass Den Rest des Beitrags lesen »


Hier ein sehr spannendes Streitgespräch vom 17.1., aufgenommen von Coloradio, ca. 30min:

http://coloradio.org/site/wp-content/uploads/2012/01/krankenhaeuser_schmelich_vs_kiesling.mp3

 

MDR Sachsenspiegel vom 12.1.

Veröffentlicht: Januar 13, 2012 in Uncategorized

Hier ein 2-min. Beitrag im Sachsenspiegel zum Thema – auf die zweite Seite klicken!!:

http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a-z/sendung79974_letter-S_zc-f56637ad_zs-dea15b49.html


OB Sittel verspricht Zugeständnisse – Argumente für GmbH-Gründung bleiben fadenscheinig

Auf der gestrigen Podiumsdiskussion des DGB im Gewerkschaftshaus waren hochkarätige Redner anwesend. Gegner und Befürworter der Krankenhaus-GmbH’s kamen zu Wort. Trotz eines fast 30-minütigen Eingangsstatements durch Herrn Sittel und vielen Nachfragen an die Fraktion der GmbH-Befürworter (Herr Hille – Bürgerfraktion, Herr Schmelich – Grüne und Frau Müller- CDU) blieben diese dem Publikum die Antwort schuldig, warum denn nun eine GmbH besser als die Eigenbetriebe sein sollte. Den Rest des Beitrags lesen »