Wer wir sind und was wir wollen

Wir sind die Bürgerinitiative „Hände weg von unseren Krankenhäusern“.

Unser Ziel ist der Erhalt der städtischen Eigenbetriebe der Krankenhäuser Dresden Neustadt und Dresden Friedrichstadt.

Nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid im Januar 2012 setzen wir uns dafür ein, dass jetzt nicht in der Rechtsform der Eigenbetriebe die gleichen Einsparungen erfolgen, wie sie auch für die GmbH geplant waren. 85% der DresdnerInnen haben ihre Stimme für eine gute öffentliche Gesundheitsversorgung unabhängig vom Geldbeutel entschieden. Dieses Votum ist für uns auch ein Auftrag. Deshalb werden wir weiterhin jeder Form von Outsourcing, Stellenabbau, Tarifflucht und Stationsschließungen entgegen treten. Wir wehren uns dagegen, dass die knappe Kassenlage der Kommunen auf die Patientinnen und Patienten und die Beschäftigten abgewälzt wird.

Warum wir die Bürgerinitiative gegründet haben:

Die beiden Dresdner Krankenhäuser Dresden Neustadt und Dresden Friedrichstadt sind die letzten beiden Eigenbetriebe in ganz Sachsen, in denen der Arbeitgeber noch nach dem gültigen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bezahlt. Alle übrigen Krankenhäuser sind bereits in andere Rechtsformen überführt oder an private Eigentümer verkauft. Dort wurden noch radikaler als bei uns Stellen abgebaut, Abteilungen zusammengelegt, geschlossen oder ausgegründet und der Arbeitsdruck erhöht. Das Pflegepersonal wird trotz dieses gestiegenen Drucks überall schlechter entlohnt. Entscheidungen über die Krankenhäuser werden in Aufsichtsräten statt im Stadtrat gefällt.

Darum lehnen wir die Bildung einer gGmbH ab, da diese Tarifflucht, verringerte demokratische Kontrolle und jederzeitigen teilweisen oder kompletten Verkauf des Krankenhauses bedeuten kann und Ausgründungen verschiedener Teilbereiche ermöglicht.
Wir sagen: Gesundheitsversorgung ist eine öffentliche Aufgabe, die demokratisch kontrolliert werden muss und nicht wirtschaftlichen Interessen unterliegen darf.

Wir stehen dabei für die Zusammenarbeit aller Kräfte, die die Rechtsformänderung der Krankenhäuser verhindern und somit die Gefahr einer (Teil-)Privatisierung abwenden wollen. Das können Beschäftigte, BürgerInnen, Gewerkschaft und linke Parteien sein. Wir sind der Meinung, dass wir die Ziele nur gemeinsam erreichen können und stehen deshalb für gemeinsame Aktionen der Beschäftigten beider Krankenhäuser.
Wir setzen dabei vor allem auf Aktionen, Öffentlichkeit und Aufklärung.

Wir unterstützten das Bürgerbegehren zum Erhalt der städtischen Eigenbetriebe und arbeiten im „Bündnis für Krankenhäuser“ mit.

Werbeanzeigen
Kommentare
  1. Peter Frank sagt:

    Was finden Sie nur schlecht daran, die Verwaltung zu straffen und beide Kliniken durch eine GmbH zu managen? Das ist doch vernünftig und kaufmännisch sinnvoll!
    Dies spart Geld und kommt uns allen zu Gute.
    Ihre Homepage erinnert mich sehr an die der planlosen „Wutbürger“ bzw. die ewigen „Nein-Sager“.

    • bürgerini sagt:

      In dem Fall sind ja eher Sie die „Nein-Sager“. Wir sagen ja zu Tarifverträgen, ja zu Stellenerhalt, ja zu Patientenversorgung ohne Profitorientierung. Die Gesundheitsversorgung in Deutschlang wird schon genug marktorientiert betrieben. Verwaltung zu straffen klingt immer so, als würden die städtischen Krankenhäuser noch auf dem Niveau von 1990 arbeiten. So ist es nicht. Schauen Sie sich die Zahlen genau an: es gibt pro Patient nicht mehr Verwaltungspersonal als an privaten Kliniken.
      Wo gespart werden soll, das sind die Arbeitsplätze und die Tariflöhne. Dazu sagen wir tatsächlich nein. Im Interesse der Patienten und der Beschäftigten.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s